1993 - von den Erftfischern bis zum Ammersee - Black Rose Mobile Home

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1993 - von den Erftfischern bis zum Ammersee

BR Story > die Jahre
Die Erftfischer 1993 beim Karneval in Arloff
die Erftfischer
1993 hatten wir immer noch keinen Proberaum, trafen uns aber trotzdem weiterhin zweimal die Woche, dienstags bei Achim in Rondorf und freitags bei mir.
Und schon wieder stand Karneval vor der Tür. Da Guru Hermann 1992 sehr gut angekommen war und allen, wie man auf den Videoaufnahmen sieht, einen Heidenspass gemacht hat, waren dieses Jahr auch fast alle wieder dabei. Natürlich musste zuerst ein neues Motto gefunden werden. Also wurde wieder eine Versammlung einberufen. Ich weiß nicht mehr, wer auf die Idee kam, aber letztendlich waren alle davon begeistert, ein Boot zu bauen und einen auf Erftfischer zu machen. Aus einem Anhänger ein Boot zu bauen war kein Problem, wir hatten ja einige Handwerker unter uns. Für die Bootsfenster hatten wir von jedem von uns ein Foto gemacht, die wir an den Außenseiten anbrachten, als würden wir von Innen rausgucken. Das Schwierigste jedoch war, einen Hai zu machen, denn den wollten wir unbedingt noch auf unserem Wagen haben. Obwohl wir keinerlei Erfahrung im 'Haibau' hatten, besorgten wir Maschendrahtzaun, Papier, Gips, Rotband, Mullbinden und PU-Schaum und schon konnte die Herstellung unseres Fischfangs beginnen. Mit dem Ergebnis waren wir ziemlich zufrieden, nur hätte er etwas leichter sein können.
der Wagen
Neben dem normalen Wurfmaterial (Schokolade, Bonbons usw.), was wir besorgt hatten, sollte aber auch noch etwas Besonderes verteilt werden. Das waren dann Rollmöpse, die wir in Brötchen gelegt und im Zug verteilt haben.
Mit unserem diesjährigen Motto hatten wir auch Glück, denn als Angler konnten wir uns winterfest anziehen. Das war auch nötig, denn in Arloff-Kirspenich lag zu der Zeit viel Schnee. Auch zwei Schlauchboote hatten wir dabei. Mit denen bin ich ab der Mühle ab in die Erft. Doch schon beim Einsteigen ging das erste kaputt. Die Erft ist nicht besonders tief und da kann man schon mal auf Grund laufen. Also wurde das zweite ins Wasser gelassen. Das hielt glücklicherweise. Ich bin bis zur Ford-Werkstatt mit diesem kleinen Schlauchboot auf der Erft gefahren und wurde ganz schön nass, so dass ich mich erst mal umziehen musste, um schnell wieder bei den restlichen Erftfischern zu sein.
auf der Erft
Auch dieses Jahr hatten wir wieder unseren Spaß. Und das bis tief in die Nacht. Natürlich nicht ohne unseren Hai, der uns sogar ins Festzelt und in die Sektbar begleiten durfte.
Alles in allem wieder mal ein super Karnevalsumzug.
zum Gedenken an Pitter und den Lährer
*** Bille Pitter und der Lährer ***
Ein kleines Video aus dem Karnevalsumzug 1993 zum Gedenken an die beiden mittlerweile verstorbenen Arloffer Originale Peter Esser (Bille Pitter) und Erich Lanzerath (Der Lährer).

Bille Pitter starb am 07.04.1994. Er hatte früher einen Tierpark in Arloff (Tierpark Ponderosa), dort wo jetzt der Harley-Club sein Vereinsheim hat. Woher sein Spitzname kommt, kann seine Tochter nur noch vermuten. Zwei Ursachen könnte er haben. Erstens - sein Vater war Schuster und reparierte die Schuhe billig und zweitens - die Story, dass es in der Familie 7 Billas gab.



Der Lährer (geb. 09.06.1950) starb am 16.10.2010 durch einen Verkehrsunfall im Urlaub in Österreich. Er war 36 Jahre Gitarrenlehrer an der Euskirchener Musikschule.
Aufnahme läuft
1993 ging es ähnlich zu wie das Jahr zuvor. Wir trafen uns zweimal die Woche und hatten unseren Spaß. Vieles wurde ausprobiert und wir überlegten, ob wir einige Stücke bei Bruno Baum aufnehmen sollten. Er hatte auch ein kleines Studio mit Schlagzeugkabine und allem was man so braucht, um unsere Stücke zu bearbeiten.
bei Bruno
Wir nahmen hier unsere Stücke „Alaska", „Lonliness", „D3000", „17 B Fisher" und eine weitere Version von „First Approach" auf. Die Aufnahmen dauerten natürlich, weil wir alles digitalisieren mussten. Sounds oder Text von First wurden geändert und später auf DAT gespeichert. Dies ist heutzutage schon wieder veraltet und ich muss unbedingt noch mal Bruno besuchen, denn ich habe die Original DAT-Kassette noch, aber kein Abspielgerät.
Black Rose Tour zum Ammersee
1993 besuchte ich die Meisterschule in Köln. Da blieb kaum Zeit für Anderes. Auch an einen Auftritt war nicht zu denken, zumal wir auch noch keinen neuen Proberaum hatten. Aber es ging trotzdem weiter. Wir planten mal wieder eine BLACK ROSE – Tour. Dieses Mal sollte es nach Bayern zum Ammersee gehen. München kann man von dort schnell erreichen und die Berge sind auch nicht weit. Sehenswürdigkeiten in jede Richtung und der Ammersee ist auch vom Feinsten.
Wir trafen uns Freitag abends in Arloff in der "Waage", der Gaststätte unserer ehemaligen Proberaum-Vermieter, der Familie Schmitz.
An die 600 km lagen noch vor uns und um uns vor der langen Fahrt noch schnell zu stärken, genehmigten wir uns jeder ein halbes Hähnchen und ein paar Bier.
Bevor wir schließlich losgefahren sind, haben wir uns noch wiegen lassen.
Dann ging es los. Die ganze Nacht sind wir durchgefahren und morgens gegen 6.00 Uhr am Ammersee angekommen. Noch eine Stunde mussten warten bis unser Campingplatz geöffnet hatte und konnten uns dann einen Platz suchen und mit dem Aufbau unserer Zelte beginnen. Wir mussten aber noch ein wenig Geduld haben, denn unser Platz war noch nicht frei. Freaks hatten dort günstig überwintern können und mussten nun den Platz räumen. Das war lustig anzusehen, halt „Freaks".
Nun konnten wir mit unserem Aufbau beginnen, nicht ganz so viel Arbeit wie bei unseren Konzerten, aber so ein großes Zelt aufzubauen war immer lustig, vor allem wenn keiner einen Plan hatte. Nach dem Aufbau sind wir schnell was Duschen gegangen und dann ging es auch schon los; ab zum Ammersee und mit einem Schiff übersetzen auf die andere Seite. Von dort konnte man schon unser nächstes Ziel erkennen, „Kloster Andechs". Wir sind dann mit dem Bus hochgefahren, und dann noch was gelaufen und schon saßen wir im Biergarten. Wir waren natürlich alle noch etwas müde, weil wir die ganze Nacht nicht geschlafen hatten, aber ein deftiges Bayrisches Frühstück mit einem dunklen Andechser machte uns sofort wieder fit. Dann wurde es gemütlich, eigentlich ist es ganz normaler Biergarten aber ich war schon öfter dort, mit ganz unterschiedlichen Leuten und es war immer der Hammer. Es wird wohl am leckeren Bier liegen, jedenfalls ist man von einem Maß bestens gelaunt und man hat auf jeden Fall seinen Spaß.
Früstück in Bayern
Wir blieben natürlich noch etwas länger, denn die Stimmung war spitze und so verging die Zeit wie im Fluge. Als wir aufbrachen, um uns auf unserem Campingplatz von den Strapazen des Tages auszuruhen, wollten wir eigentlich wieder zur Bushaltestelle, um mit dem Bus zum Campingplatz zu gelangen. Das hat dann aber nicht geklappt, weil wir in die falsche Richtung gelaufen sind und wir auf einem Wanderweg landeten. Es wurde nicht lange überlegt, also stand jetzt Wandern auf dem Programm. Schon nach den ersten Metern ging es ein wenig steil eine Treppe runter, und schon lag der erste neben dem Weg.
gefallener Marco
Wir haben uns eigentlich den ganzen Weg nur kaputtgelacht, und es sollte nicht der letzte Sturz gewesen sein. Wir nahmen Abkürzungen, die nicht ungefährlich waren und ab und zu stürzte wieder einer den Abhang hinunter. Es waren andere Wanderer unterwegs und die hatten uns wohl gehört und gesehen und wollten schon die Feuerwehr rufen, aber das ging auch ohne und die Richtung zu unseren Zelten stimmte auch. Zum Glück ist nichts passiert außer ein paar blauen Flecken. Der Weg war lang und es hat bestimmt ein paar Stunden gedauert bis wir unseren Campingplatz gefunden hatten.
Hier konnten wir uns von den Strapazen des Tages etwas erholen bis es weiter ging.
Gegen Abend sind wir noch in ein China-Restaurant eingekehrt und haben dort mit zwei Bayern, die wir auf dem Campingplatz kennengelernt hatten, unseren ersten Tag am Ammersee ausklingen lassen.
Am nächsten Tag sind wir nach München gefahren. Unser erstes Ziel waren die Bavaria-Filmstudios. Hier konnten wir uns zunächst die Kulissen und verschiedene Fabelwesen aus dem Film „Die unendliche Geschichte" ansehen, bevor wir in die Zechensiedlung aus der Fernsehserie „Rote Erde" kamen.
Anschließend sind wir in den Raumschiffkorridor von dem Film „Enemy Mine – Geliebter Feind" gekommen. Bei der Führung wurde noch ein Freiwilliger gesucht, der bei einer kurzen Filmsequenz mitmachen sollte. Uwe hatte sich gemeldet und musste sich nun als Schauspieler beweisen. Anschließend konnten wir uns das Ergebnis anschauen.
Vom Raumschiff ging es weiter zum U-Boot aus dem Film „Das Boot". Man kann dort in das U-Boot hinein und es ist schon beeindruckend, wenn man den Film kennt, wie eng es dort ist. Wenn im Film Alarm ist und alle so schnell wie möglich durch das Boot eilen fällt, einem gar nicht auf, das eigentlich gar kein Platz dort ist. Ich hätte mir bestimmt  jedes Mal den Kopf gestoßen.
 
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