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1996

BR Story > die Jahre
Karsten - Rising Sun
Auch 1996 bekamen wir einen Neuzugang. In der damaligen Besetzung Gitarre, Keyboards, Percussion und Drums fehlte noch ein Frontmann, der singen und auch Texte schreiben konnte. Wir hatten das schon öfter in der Vergangenheit ausprobiert, waren aber eigentlich nie so richtig zufrieden mit dem Resultat. Ralf war jetzt schon ein paar Monate in der Band und brachte einen Bekannten seines Bruders, Karsten Pohler, mit. Er war Sänger und hatte schon mit anderen Bands zusammengearbeitet. Er nahm auch regelmäßig Gesangsunterricht. Karsten war sehr produktiv und konnte verdammt schnell Texte verfassen, egal, ob in Englisch oder in Deutsch, die dann in neuen und alten Stücken eingearbeitet wurden.
So verging die Zeit mit weiteren Proben und schnell entwickelten sich wieder neue Stücke. Ein Auftritt war auch wieder in Planung, mein Bruder Uwe begann die Vorbereitungen für seine Hochzeit mit Carmen. Die beiden waren schon länger ein Paar und wollten halt so feiern wie man das so macht mit Polterabend und kirchlicher Hochzeit. Da wir ja schon bei Fix auf dem Polterabend gespielt hatten, wollten wir bei Carmen und Uwe auch spielen. Also wurde mal so langsam überlegt, welche Stücke wir spielen wollten und wie wir das umsetzen konnten. Unter anderem wollten wir was zum Thema Heiraten bringen. Wir dachten da an so was wie „Ganz in Weiß", aber mit unserer Musik.

Das nächste Video heißt 'Rising Sun' und ist ein altes Stück (First Approach) mit neuem Text und Gesang von Karsten. Der Film besteht aus verschiedenen Ausschnitten aus irgendwelchen Internet-Videos, die wir gefunden haben. Hoffentlich verletzen wir keine Copyrights. Da unsere Seite aber nicht kommerziell und eigentlich 'privat' ist, denken wir, dass es so ok ist. Hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, diesen Film zusammenzustellen. Sollten wir jedoch gegen irgendein Recht verstoßen haben, wird das Video sofort gelöscht.  
Polterabend von Uwe und Carmen
Am 27. April 1996 sollte für Uwe (Oetz) und Carmen (Sieberath) ein Lebensabschnitt zu Ende gehen. Der Polterabend war angesagt. Der Lärm (das eigentliche Poltern), der dort verursacht wird, dient dazu, um böse Geister und Dämonen und alle sonstigen, schlechten Einflüsse vom Brautpaar abzuwenden. Dazu wollten wir auf jeden Fall einen Beitrag mit einem 'polternden' Auftritt von 'Black Rose' leisten. Also begannen wir mit den Vorbereitungen für diesen Abend. Ich fuhr erst mal nach Köln ins Music Store (das ist so der größte Musikladen hier in der Umgebung) und unterhielt mich mit Tommy. Er arbeitete in der Lichtabteilung und mit ihm diskutierte ich meine Wünsche zu einer Lichtanlage für unseren Auftritt. Eine Nebelmaschine hatten wir uns selber gekauft und unsere selbst gebaute Lichtanlage sollte um einiges erweitert werden. Für meinen Bruder sollte es natürlich etwas besonderes sein. Ein Stroboskop oder zwei sollten auf jeden Fall dabei sein (das ist ein Lichtblitzgerät, das Lichtblitze in sehr regelmäßigen zeitlichen Abständen abgibt, wodurch bei dunkler Umgebung Bewegungen abgehackt als eine Abfolge von stehenden Bildern erscheint). Er machte mir Vorschläge und ich erklärte ihm, was für eine Art Musik wir an dem Abend spielen wollten und reservierte eine Anlage für uns.
Der Polterabend fand bei uns im Garten statt. Wir besorgten uns ein großes Zelt, in dem wir unser Equipment aufbauen konnten. Aber erst mal mussten wir den Garten so bearbeiten, das dort, wo sonst Kartoffeln und Gemüse wuchsen, das Zelt aufgebaut werden konnte.
Wir ebneten den Boden und rollten ihn mit einer Walze ab. Armin brachte dann sein Nivelliergerät zum Einsatz mit dem Höhenunterschiede gemessen und Höhenhorizonte hergestellt werden. Anschließend wurden Holzbalken verlegt und der Zeltboden befestigt. Nun hatten wir die Grundlage für unser Zelt in dem wir spielen wollten. In der Zwischenzeit habe ich noch einen Elektriker bestellt, der uns noch eine Starkstromleitung gelegt hat, sonst wäre an dem Abend der Strom zusammengebrochen. Wenke und Frank bemalten noch Bettlaken mit dem Black Rose Logo, die wir im Bühnenbereich aufhingen. Wir sortierten noch eine Reihe Dias, die wir während des Auftritts auf eine Leinwand projektieren wollten und nahmen noch eine Kassette mit "Carmina Burana" auf, die wir als Einleitung laufen ließen. Weiter wurden noch Pavillons aufgebaut, die Garage leergeräumt und Bierzeltgarnituren aufgestellt, sowie Bierbude und einen Toilettenwagen. So langsam wurde aus unserem Garten eine Kleinstadt mit allem drum und dran.
Poltern 1 (7:25)
die Vorbereitungen
Poltern 2 (4:40)
Wer war denn alles dabei?
Poltern 3 (5:12)
ein Song vom Auftritt - Alles
Poltern 4 (3:38)
Wunschsong - Without You
Ausklang (3:19)
alle sind zufrieden
Armin baute sich noch ein hohes Gerüst auf, um dort oben das Mischpult und andere Geräte aufzustellen. So hatte er einen optimalen Platz für sich zum abmischen und für Oliver, um die Videoaufnahmen vom Auftritt zu machen. Alle Vorbereitungen waren getroffen, bis auf die Lightshow, aber Tommy kam frühzeitig, so dass wir noch genug Zeit hatten die Lightshow aufzubauen.
Die ersten Gäste trafen ein, fingen an zu poltern und brachten Geschenke mit. Wir mussten uns aber gedulden bis es dunkel wurde, denn damit eine Lightshow gut zur Geltung kommt, darf es nicht mehr hell sein. Und endlich gegen 22 Uhr starteten wir mit unserer Einleitung (Carmina Burana) von Kassette. Der erste Schock - der Sound kam total verzerrt über die PA. An fast alles wurde gedacht, aber nicht daran, den Kassettenrekorder mal zu testen, denn dann wäre uns aufgefallen, das der nicht richtig angeschlossen war. Jetzt war es aber zu spät und meine Gedanken drehten sich nur um unser erstes Stück; hoffentlich kommt unser Sound nicht auch noch verzerrt rüber. Übergangslos starteten wir nach der Einleitung mit D3000, aber alles war bestens und der Sound gut, Gott sei Dank!
das restliche Programm
Cloudwalk
unsere Single von 1987 musste auf jeden Fall dabei sein; hatte mittlerweile schon 9 Jahre auf dem Buckel und wurde schon ewig nicht mehr live gespielt
Arabische Nächte
beginnt mit einem wuchtigen fetten Drum-Sound von Ralf und flächigem Synthi-Sound von mir; dazu Nebel und ein paar Dias im Hintergrund; dieses Stück habe ich immer gerne gespielt, es hat etwas Mystisches an sich
First Approach
mit Karsten am Mikro; hier hatten wir leichte Probleme mit ein paar Rückkopplungen, aber es sollte nicht so schlimm werden; so was kann live immer mal passieren
Ganz in Weiß
jetzt machten sich Frank und Joachim bereit für unser nächstes Stück, das wir extra für diesen Anlass geschrieben hatten; kam auch wirklich gut beim Publikum an und die beiden hatten auch sichtlich Spaß an diesem Stück
Alles
ein langes Instrumentalstück, das wir bei mancher Probe bis zu einer Stunde spielten
17B-Fisher
jetzt ging es wieder mit Karsten am Mikro weiter; „17B- Fisher" dieses Mal mit Gesang; wir hatten das Stück bis dahin nur instrumental gespielt und Karsten probierte es jetzt mal mit Text
Alaska
das Stück, wo unsere Mönche wieder ins Spiel kamen und wir uns wieder so richtig austoben konnten
Walking
live immer eine sichere Sache und Karsten konnte sich hier auch besser austoben, geht halt ab das Stück
Melanie
ging auch wieder richtig ab, hier von Joachim gesungen
Without you
ein Wunsch von Uwe und Carmen: „Without you" (I can't live, if living is without you - ein Lied von 1970 der britischen Gruppe Badfinger; wurde in der Coverversion von Harry Nilsson 1971 zu einem Welterfolg, 1993 dann auch für Mariah Carey). Wir spielten es als Instrumental-stück, wobei die Gitarre die Melodie übernahm
Flower
erstmals in der Halle gespielt, hier mit toller Lightshow und tollen Dias und natürlich viel Nebel
Discrimination
das letztes Stück, mit Joachim am Mikrophon; dieses Stück hatten wir auf der Entweihung unseres Proberaums gespielt, live hatte es aber hier sein Debüt
Arabische Nächte (4:37)
der Polterabend-Song, oder?
Ganz in Weiß (5:33)
mit Joachim und HipHop-Handsome
Discrimination(4:34)
mit Joachim am Micro
Walking (2:56)
Karsten tobt sich aus
Anschließend wurde noch kräftig bis spät in die Nacht gefeiert. Am nächsten Tag war dann wieder Arbeit angesagt; alles musste ab- und im Proberaum wieder aufgebaut werden.
neue Gitarre - Ibanez RBM 100 BK
Um sich über Neuigkeiten auf dem Musikmarkt zu informieren, fuhr man damals öfters in die Kölner Innenstadt zu den verschiedenen, größeren Musikläden (z.B. Henry's Musik, Music-City, Music Store oder Valley Arts - von denen leider nur noch der Music Store existiert). Die heutige Informationsflut aus dem Internet gab es noch nicht. Im Januar 1996 existierten mal gerade 100.000 Webseiten (der Vergleich zu den Zahlen vom April 2012 sagt alles - 677 Millionen). Ein Vorteil lag aber auch auf der Hand, man konnte vor Ort alles sofort ausprobieren, die neuesten Keyboards mit immer mehr abgefahrenen Sounds oder auch Gitarren, Verstärker und Effekte.
So war Achim auch am Mittwoch, den 28.8.1996, wieder unterwegs und traf im Musicstore auf eine Gitarre, die ihm auf den ersten Blick gefiel. Sie war anders und fiel optisch etwas aus dem Rahmen. Schon die ersten trockenen Spielversuche überzeugten ihn. Super Handling und Klang, so dass er sie sich sofort ohne die Sounds zu testen, einpacken ließ.
Es war eine Ibanez RBM100 aus dem Jahr 1994, ein Signature-Modell von Reb Beach, bekannt durch seine Arbeit in der uns damals unbekannten Rockband Winger. Die komplette RBM Serie (1991-1995) wurde im Jahr 1994 überarbeitet, so löste die RBM100 die RBM1 ab. Es sollte das einzige Jahr sein, in dem sie hergestellt wurde. 1995 wurde auch der Rest der Serie abgesetzt.
 
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